Potentiale für Start-Ups in Krefeld: Macher und Entwickler auf dem Podium

 

Nachbericht vom Clubabend 

Donnerstag, 06. Februar 2020

Marketing-Club Krefeld e.V.

 

Potentiale für Start-Ups in Krefeld: Macher und Entwickler auf dem Podium

 

München, Berlin, und irgendwann vielleicht auch Krefeld. Während in Bayern und Berlin schon seit vielen Jahren die Start-Up-Branche boomt, reiht sich NRW ganz vorne in die Liste der Bundesländer, die die meisten Investitionen in Start-Up-Unternehmen verzeichnen kann: Denn in keinem anderen Bundesland steigen die Beteiligungen an neuen Unternehmen so rasant an wie in unserem. Seit 2014 hat sich die Zahl der Start-Ups hier fast vervierfacht und so wundert es nicht, dass auch in die Seidenstadt immer mehr mutige Entwickler mit spannenden Ideen einziehen. Unter dem Titel „Vom Stiefkind zum Leuchtturmprojekt: Wie entwickelt sich Krefelds Gründerszene? Wie netzwerken Start-ups?“ hat der Marketing Club Krefeld in der vergangenen Woche Gründer, Unterstützer und Unternehmer zum Clubabend in die frisch eröffnete Eventlocation „Stahlhaus“ an die Gladbacher Straße eingeladen.

 

Auf der Bühne gibt Moderator Wolfhard Petzold einen tiefen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten und Perspektiven für Unternehmensgründer und bereits ansässige Start-ups in Krefeld. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), vertreten durch Geschäftsführer Eckart Preen und Petra Rice als Existenzgründungsberaterin, informiert die Anwesenden über die zukünftigen Pläne der WFG, ein Co-Working-Space in der Innenstadt zu errichten. Als Ideenschmiede soll ein gemeinsamer Arbeitsplatz für junge Unternehmer zukünftig Möglichkeit geben, sich zu vernetzen, durch Dialoge Weiterentwicklung zu erreichen und diejenigen, die sonst alleine vor dem Rechner im eigenen Büro sitzen würden, im geteilten Arbeitsplatz zusammen zu führen. 

 

Auch die Hochschule Niederrhein stellt die Weichen für neue Unternehmen in unserer Stadt: Professor Alexander Prange gibt einen Ausblick auf die Verwendung von Fördergeldern in Höhe von vier Millionen Euro für die nächsten vier Jahre. Die Gelder bekommt die Hochschule für ihre Qualifikation als Gründungshochschule. Zukünftig werde in Personal investiert, um Unternehmensgründungen an der Hochschule zu unterstützen und voranzubringen. 

 

Strukturen für Neuunternehmer zu schaffen, ist das Thema von Wolf-Reinhard Leendertz als Geschäftsführer des Mies van der Rohe Business Parks. Er ermutigt die Anwesenden in ihrem eigenen Unternehmen zu prüfen, ob räumliche Kapazitäten für Start-Ups unkompliziert geschaffen werden können. Im Business Park seien beispielsweise schon 13 neue Firmen untergekommen, freie Fläche gäbe es noch zu genüge. 

 

Dass ein Umdenken für alle Beteiligten gewinnbringend sein kann, zeigt auch Andreas Hochbruck. Er investierte zuletzt in die ehemalige Kirche am Campus 44: Wo früher Altar und Bänke standen laden jetzt rund 40 Arbeitsplätze ein, zu entwickeln und zu konzipieren. Die meisten dieser Arbeitsplätze werden kostenfrei an Start-Ups vergeben. 

 

Josephine van Ginneken-Schreuder zeigt, dass Start-Ups Bestand haben können: Mit ihrem neuartigen Nachhilfekonzept aus den Niederlanden wurde sie zuletzt vom Marketing Club mit einer Jahresmitgliedschaft ausgezeichnet. Sie unterstützt Schüler, Lernstrategien zu entwickeln, um das Lernen zu lernen und zeigt sich damit erfolgreich in der Seidenstadt. 

 

Auch Lukas Kuhlendahl ist einer von denjenigen, die schon länger wirken: Mit seinem gemeinnützigen Verein „silkvalley“ schafft er eine Basis, um jungen Gründern Möglichkeit zum Austausch zu geben. 33 Mitglieder engagieren sich hier bereits. 

 

Dass Gemeinsamkeiten und „gemeinsam sein“ für alle Parteien gewinnbringend sein kann, dafür steht die Philosophie des Marketing Clubs. Gut zum gewählten Thema des Abends passt deswegen auch die Vorstellung einer neuen lokalen Beteiligungsgesellschaft. Mit „InKRementum“ verspricht Michael Neppeßen, unter anderem geschäftsführender Vorstand des Marketing Clubs, gemeinsam mit fünf weiteren Gesellschaftern, Krefelder Unternehmen in jeder Lage und zu jedem Zeitpunkt helfen. Gemeinsam mit seinen Kompagnons und einem zehnköpfigen Expertenteam wird „InKRementum“ bis Ende Februar in den Startlöchern stehen. 

 

Die Protagonisten auf der Bühne machen Mut: Sie zeigen das Ausmaß des Potentials in unserer Stadt und symbolisieren das, was der Feinfühlige in Krefeld schon lange spürt: Wir befinden uns im Aufbruch.

Pressetext: Ann-Katrin Roscheck

 

 Bilder hierzu sehen Sie auf unserer Facebook-Seite.